Bild über einen Chart als Candlestick

Stopp und Hedging im Forexmarkt / Devisenhandel / Währungshandel

Für die richtige Setzung der Stopps gibt es wie für alles andere im Börsenhandel kein Geheimrezept. Je nach Tradingstil, und vor allem aus charttechnischer Sicht werden die Stopps individuell angepasst. Hier bestimmt jeder selbst sein Finanzmanagement. Aus diesem Grund möchte ich daher viel mehr auf das emotionale Fundament zu sprechen kommen, was aus meiner Sicht die Rahmenbedingung für die Stopp-Setzungen schafft. Fast alle Trader Anfänger, und dazu gehörte auch ich, haben am Anfang ihrer Trader Laufbahn fast ausschließlich ohne Stopps gehandelt, oder die Stopps sehr weit von der Anfangsposition gesetzt (100 Pips und weiter). Man wollte dem Trade möglichst viel Raum schaffen, was an sich verständlich ist. Allerdings hat diese Methode eher mit Angst zu tun als mit einer vernünftigen Strategie. Prüfe deine eigenen Gefühle, und du wirst feststellen, dass ich recht habe. Diese Angst ist auch normal.

Emotionaler Vergleich mit der Eifersucht (Verlustangst)

Richtige Stoppsetzung ist ein Prozess, den anfangs nur wenige beherrschenIch nehme immer gerne den emotionalen Vergleich mit der Eifersucht. Die meisten (fast alle) Menschen leiden unter dem Symptom der Eifersucht, der eine mehr, der andere weniger. Hast du dich einmal gefragt warum das so ist. Die Antwort ist einfacher als viele denken. Es hat immer mit Angst zu tun. Natürlich ist das emotionale Dilemma der Eifersucht weitreichender als die Angst beim Trading, jedoch gut miteinander zu vergleichen. Es handelt sich in diesem Fall um die Verlustangst. Falls es dich interessiert: Trading ist für mich mehr als nur finanzieller Reichtum. Lese hier mehr darüber.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie man diese Angst in den Griff bekommt, denn eins ist so sicher wie das Amen in der Kirche: die Angst ist immer dein Freund, die dich vor Risiken und Gefahren warnt. Sie sollte also stets respektiert werden. Je mehr du dich selbst zu einem Experten machst, desto weniger Verlustangst wirst du haben. Wenn du sehr eifersüchtig bist, so werde ein Beziehungsexperte und arbeite an deiner Persönlichkeit. Nur so bekommst du deine Angst in den Griff und wirst Selbstsicherer, was im Übrigen alle deine Partner begeistern wird. Mit der Verlustangst beim Trading ist es ganz genau so. Je sicherer du im Umgang mit dem Börsenhandel wirst, desto weniger leidest du unter entstandenen Verlusten, die leider dazugehören. Es wird für dich auf einmal einen fassbaren Sinn ergeben, die Stopps besser zu setzen. Vielleicht denkst du kurz mal darüber nach.

Geht es denn ohne Stopps?

Die meisten Trades laufen irgendwann ins Grüne, was statistisch ganz leicht prüfbar ist. Allerdings sind es die 1-5%, die nicht ins Grüne laufen, und das Depot fressen, bis man handlungsunfähig wird. Neben einem leeren Depot bleibt auch noch das emotionale Desaster. Diese Situation ist mehr als nur zum Kotzen, sie ist 'richtig' zum Kotzen. Ich kenne das natürlich auch. Wie oft möchtest du das durchmachen?

Eine akzeptable Zwischenlösung ist das Hedging (Absicherung)

Möglicherweise bist du auf dieser Seite gelandet, weil du bereits emotional im Stress bist. Du hast ein oder mehrere Trades geöffnet, die weit von der Startposition entfernt sind und weiterhin in die Verlustzone laufen. Die Hedge Methode macht nur Sinn, wenn man momentan keine weiteren Verluste riskieren möchte und seine laufenden Trades mit einer Gegenposition ausgleicht. Somit wird der weitere Verlauf in die Verlustzone durch den Gegentrade glatt gestellt. Für diesen Moment ist das Hedging eine geeignete Lösung um Zeit zu gewinnen und evtl. Verluste nachhaltig zu minimieren, bestenfalls sie in Gewinne umzuwandeln. Wenn kein aktiver Trend vorliegt, sondern eine Range (das Währungspaar bewegt sich auf und ab in einer Seitwärtsphase), so besteht eine gute Chance diese gesamten Trades mit Gewinn zu schließen. An folgender Grafik kann man beim NZD/USD seit einigen Monaten eine Seitwärtsphase sehen, in der die Hedge-Methode sinnvoll eingesetzt werden konnte. Man kann sich aber nicht darauf verlassen, dass diese Seitwärtsphase langfristig anhält. Daher ist Hedging mit Vorsicht zu genießen. Für die Absicherung der noch offenen Verlusttrades ist eine Market-Order empfehlenswert. Der Gegentrade wird also nicht sofort geöffnet, sondern erst bei erreichen einer festgesetzten Marke. In der Abbildung habe ich die Order eingezeichnet. Sollte der Trade wieder in Richtung grün laufen, so wird diese Order auch nicht ausgeführt. Im besten Fall passt man die Order immer wieder neu an, um so weiterhin die Verlustzone zu minimieren.

Ordersetzung als Hedging Methode- Hier wird eine Gegenposition eröffnet

Achtung: sollte ein klarer Trend vorliegen, oder du bist in einer sehr bewegungsstarken Währung investiert (sehr volatil) wie zum Beispiel der GBP/JPY oder dem DAX, dann halte ich das Hedging für sehr risikoreich, da mit höherer Wahrscheinlichkeit ihre Eröffnungsmarke erst nach langer Zeit (mehrere Wochen) oder gar nicht mehr erreicht wird. Ein gutes Beispiel ist der GBP/JPY, da er sich gegenwärtig (Stand:2014) in einer langfristigen Aufwärtsphase befindet, die mit hoher Wahrscheinlichkeit noch lange anhält (schaut man sich den 10Jahreschart an). Wer bei diesem Währungspaar bereits tief in der Verlustzone (300Pips und weiter) ist, sollte sich das Hedging gut überlegen. Auch wenn man hier durch eine gleichwertige Gegenposition die Verluste glattstellt, so muss auch der Stopp stetig nachgezogen werden, was das eigene Handelsvolumina stark eingrenzen kann. Außerdem sind die Folgekosten übers Wochenende über mehrere Monate nicht gerade günstig.

Um langfristig Gewinne mit der Hedging Methode zu generieren, können folgende zwei Strategien eingesetzt werden.

  1. Die Gegenposition ist größer als die Eröffnungsposition. Somit können weitere Verluste des Eröffnungstrades nicht nur abgesichert sondern auch minimiert werden. Strategisch ist diese Möglichkeit eine realistische Methode langfristig die Verluste glatt zu stellen. Sobald der Gewinntrade und der Verlusttrade sich gegenseitig neutralisieren, können beide Trades geschlossen werden. Für diese Strategie muss natürlich ausreichend Handelsvolumen zur Verfügung stehen. Wenn ihr Depot mit bereits 60% und höher im Draw (Verlust gegenüber dem gesamten Handelsvolumen) ist, könnte es schwierig werden.
  2. Die Gegenposition wird in der Rücklaufphase in Zwischenschritten immer mit Gewinn geschlossen und erneut an Tiefpunkten geöffnet. Dieses Treppenverfahren ist zwar riskanter, kann aber die Gewinn- und Verlusttrades schneller neutralisieren. Strategisch gesehen kann sie sehr erfolgreich sein. Diese Vorgehensweise benötigt aber einen kühlen und klaren Kopf.

Beide Strategien können gewaltig nach hinten losgehen und sind daher eher als 2. Chance zu sehen, das Depot noch zu retten. Als emotionales Argument verweise ich gerne auf die Mathematik. Auch wenn Verluste schmerzvoll sind, so ist es trotzdem ein Spiel mit Zahlen. Vielleicht kann man mit dieser Vorstellung in harten Zeiten etwas Abstand gewinnen, um sich einen klaren Kopf zu bewahren.

Mein Fazit zum Hedging und der Stoppsetzung

Hedging wird oft benutzt, um Verlusttrades glatt zu stellen. Strategisch eingesetzt kann man sie als 2. Chance ansehen und am Ende doch noch Gewinne zu machen. Dies gilt bestenfalls für eine Seitwärtsphase. Wenn du dir nicht sicher bist, dann arbeite mit Stopps. In dem Buch von Michael Voigt steht alles Wichtige, und natürlich noch viel mehr darüber drin. Hier geht’s zu meiner Buchempfehlung. Solltest du dennoch deine Stopps sehr weit setzten, weil du Angst hast, dann solltest du wenigsten mit einer näherliegenden Gegentrade-Order deine Verluste in Grenzen halten. Denk an deine Nerven. Falls du nach einer erfolgreichen Strategie suchst, die eine Schritt für Schritt Anleitung enthält inklusive einem Coaching dann könnte der Report von Herrn Hartmann für dich sinnvoll sein. Hier gibt's weitere Informationen zur erfolgreichen Trading Strategie.

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