Bild über einen Chart als Candlestick

Trading Verluste - Wie gehe ich mit längeren Verlustphasen um

Dieses Thema muss intensiv behandelt werden, da es jeden Trader besonders in der Startphase stark belastet. Ohne eine festgelegte Strategie, wird es mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit kein gutes Ende nehmen. Glückspilze sind die Ausnahmen, obwohl die nächste lange Verlustphase nicht lange auf sich warten lässt. Es ist also nicht die Frage, ob ich sie glücklich überstehe, sondern wann ich keine Ressourcen mehr habe, um weiterhin an der Börse zu spekulieren. Nur eine gut durchdachte und in Stein gemeißelte Risiko-Strategie kann die Nerven beruhigen und für gute Chancen sorgen.

Trading Verlustphasen müssen akzeptiert werden

Verluste strategisch minimierenDas Unglück kommt selten allein. Mehrere Verluste hintereinander belasten unsere Nerven besonders. Gerade unerfahrene Trader geraten schnell ins wanken, und malen sich die schlimmsten Szenarien aus. Bei solch einem mentalen Horrortrip muss eine Brücke geschlagen werden, die Schritt für Schritt abgehandelt werden kann, ohne dabei die Fassung zu verlieren.
Zuallererst lass dir gesagt sein, dass wir ALLE diese längeren Verlustphasen haben. Selbst Profis müssen sich mit aufeinanderfolgenden Flauten zufrieden geben. Sie kennen aber das Jahresmittel und vertrauen auf ihre Erfahrungen und Strategie. Die Wurzeln sind tief und fest. Anders bei Einsteigern. Die Folge solcher Abwärtsspiralen produzieren oft nur eine Beschleunigung dieser Spirale, da deine klaren Gedanken durch Verzweiflung abgelöst werden. Der folgende Fahrplan wird dir dabei helfen, deinen Verstand zu lenken und in der entscheidenden Situation die Kontrolle zu behalten.

Station 1: Deine grundsätzliche gedankliche Haltung zu Verlustphasen

Mache dir bewusst, dass diese kürzeren und längeren Verlustphasen immer wieder kommen werden. Es ist schier unmöglich ohne diese Phasen erfolgreich zu werden. Es gibt eine kleine Faustregel, die man als Trader anerkennen kann. Je mehr Verlustphasen und Verzweiflung einen Trader ereilt, desto höher sein Erfahrungswert.
Anders gesagt: je mehr Gedanken und Strategien du meidest, die dich 'nicht' weiterbringen, desto höher die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Ein Profi hat Zugriff auf unzählige Erfahrungen und weiß in den allermeisten Fällen was zu tun ist. Er braucht sich daher kaum noch Gedanken zu machen und achtet lediglich auf Dinge, der er meiden soll. Mit Erfahrungen und Training kommst du da auch hin. Verlustphasen zeigen sich je nach Trading-Stil unterschiedlich. Ein Daytrader, der innerhalb eines Tages seine Positionen wieder schließt, hat über Nacht keine Sorgen, da Kursschwankungen keine Bedrohung darstellen. Bei Positionstrader, die eher auf langfristige Trendfolgen setzen, kann es schon haariger werden. Hier ist oft mit längeren offenen Positionen zu rechnen. Und in solchen Fällen legt man für sich fest, wie weit die Verlustphase gehen darf. Deine Schmerzgrenze bezieht sich in der Regel auf die bisherigen Verlustphasen. Wer wenig Verluste erlitten hat, wird auch schnell seine Schmerzgrenze erreichen. Daher nutze deine bisherigen Verluste als Indikator für deine jetzige Situation. Es geht darum deinen Verstand mit sinnvollen Möglichkeiten zu beschäftigen. Lege also mit Bezug auf deine vergangenen Verlustphasen eine Verlustgrenze. Diese Grenze sollte dein Signal sein, um die Phase zu beenden. Beachte auch einen Vorteil daran. Solche wiederkehrenden längeren Verlustphasen können auch mit einer unrentablen Strategie zu tun haben.

Station 2: Finde deine emotionale Grenze und lege so deine Verlustgrenze

Gerade in der Anfangszeit ist es recht schwer eine Verlustgrenze zu setzen, da du auf Verluste unterschiedlich reagieren wirst. An manchen Tagen ist man psychisch stabiler. Je instabiler du aber mit Verlusten umgehst, desto schneller sollte deine Verlustgrenze greifen. Bringe deine Emotionen mit deiner Verlustgrenze (Stopp-Setzung) in Verbindung, und halte dich an diese Strategie. Das ist ein wichtiger Schritt für dein Risikomanagement. Wenn du bereits etwas Erfahrung mit längeren Verlustphasen gemacht hast, kannst du diese Verlustphasen als oberen Richtwert einbeziehen und dort deine Grenze setzen. Mit dieser Methode findest du deinen Triggerpunkt, der eine Balance zwischen Emotionen und Verstand bildet. Wichtig: setze dich nicht über deinen Verstand hinweg, da deine gewählte Strategie so nicht reproduzierbar ist und damit wirkungslos bleibt.

Station 3: Verfalle nicht der Spielermentalität

An dieser Stelle unterscheiden sich die Geister. Solltest du bis hierher Verluste als normal akzeptiert haben (Station 1) und deine Grenze gesetzt haben (Station 2), ist es wichtig wie du danach technisch vorgehst. Da diese Verlustspiralen teuflische Kräfte entfalten, wird der Wunsch nach einem Ende größer. Daher wird gerne eine Hau-Ruck-Mentalität genutzt, um der emotionalen Sackgasse schnell zu entkommen. Werde in diesen Zeiten nicht schwach und verkleinere deine gesetzten Positionen. Selbst wenn 95% deiner vergangenen Positionen gewinnbringend geschlossen wurden, so können 5% die offen sind, durch irrationales Handeln dein Guthaben eliminieren. Öffne eher kleinere Positionen, um deinen Verlusten entgegenzuwirken. Das schafft langfristig mehr Vertrauen in deine Strategie und stärkt deine Psyche. Bis zu dieser Stelle hast du eine wesentlichen Grundstein für deine Risikomanagement gesetzt.

Station 4: Mal Abstand nehmen

Sorge für regelmäßigen AbstandEines Vorweg: die meisten Trader, die im ersten Jahr scheitern, haben den Glauben an dieses System verloren. Was ihnen geblieben ist, ist der Zweifel und die teuflischen Erfahrungen. Sie hatten keine Strategie, keinen Mentor, oder unterlagen grundsätzlich ihren Emotionen. Mach nicht dieselben Fehler. Mit den Schritten oben, kannst dir dir deine Ausstiegsstrategie erschaffen, um deine Verluste zu minimieren und psychisch stabil zu bleiben. In Station 4 geht es um den emotionalen Abstand. Ich hatte oben bereits erwähnt, dass Daytrader bis abends ihre Positionen wieder schließen, und somit keine Overnight-Positionen haben. Allein diese Methode schafft einen gesunden Abstand, auch wenn im täglichen Geschäft mal keine schwarze Zahl am Ende stand. Ich empfehle dir in der Anfangszeit dich mit diesem Trading-Stil vertraut zu machen. Du hast immer die Wahl, mit welchem Zeitraster du handeln möchtest. Mit Tagestrends zu handeln ist meiner Erfahrung nach ein guter Einstieg. Hier sind die Verluste bei kleinen Einsätzen und überlegten Stopps überschaubar. Außerdem können Strategien mit kleinen Einsätzen in kurzen Zeiträumen getestet werden. Es ist wichtig zwischendurch deine Gedanken vom Börsenhandel zu lösen. Auch unser Verstand muss mal durchatmen und entspannen. Übrigens: in der Entspannungsphase sind wir freier in unseren Vorstellungen. So kannst du deine gewünschte Zukunft projizieren. Die besten Ideen kommen in Zeiten der Ruhe.

Station 5: Prüfe deine Handelsstrategie

Wenn alles glatt läuft, mach man sich keine oder weniger Gedanken, was man besser machen kann. Siehe diesen Fahrplan hier mit seinen 5 Stationen als Kreislauf, der immer wieder auftaucht. Mit jedem erfolgreichen Abschluss dieses Kreislaufes kommst du deinem Erfolg immer näher. Daher bleibt noch die regelmäßige Prüfung deiner Handelsstrategie. Es entsteht im Laufe der Zeit ein Mittelwert, in der die Gewinne deinen Verlusten gegenüberstehen. Werden deine Verlustphasen länger und deine Gewinne kontinuierlich kleiner, ist eine Änderung deiner Strategie angesagt. Bleiben hingegen deine Verlustphasen gleich und stehen deinen Gewinnen gegenüber im guten Verhältnis, solltest du deinen Fahrplan fortsetzen. Never change a running system!
Wichtig: eine Strategie kann nur als unbrauchbar entlarvt werden, wenn sie korrekt angewandt wurde. Wer an einer Strategie hin und her probiert, erhält am Ende keine reproduzierbaren Daten. Dieser Fakt wird von vielen Trading-Einsteiger komplett übersehen. Das Mittel aus Gewinn und Verlust am Ende einer Periode ist der Nachweis für eine funktionierende oder unrentable Strategie.

Ein kleine Schlussbemerkung

Jeder geht mit seinem Erfolg oder Misserfolg anders um. Ich hatte nach einer längeren Verlustphase den Wunsch darüber zu schreiben. Ich kenne sogar einen Trader, der Buch über seine einzelnen Trades führt. Nachdem ich anfing selbst darüber zu schreiben, wusste ich warum. Andere hingegen freuen sich über ihren Stammtisch, und tauschen sich regelmäßig aus. Bleib nicht alleine und nutze Möglichkeiten dich parallel zu entfalten. Selbst ein Mentor, der dich begleitet, kann von großem Wert für dich sein. Ich gebe dir an dieser Stelle eine Buchempfehlung an die Hand. Die Strategie dieses Autor ist klassisch und auf die einfach zu erkennende Trendfolge ausgerichtet. Mehr zum Autor.

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